Der 31.12. eines jeden Jahres ist ja bekanntlich nicht gerade eine hundefreundliche Zeit - überall Silvesterknallerei, Lärm und viele bunte Lichter am Himmel - wohl noch das am wenigsten störende Übel.
Astor hat sich ja bisher als besonders Schussfest erwiesen - der Lärm und die Knallerei des nahe gelegenen Mitlitärübungsgeländes war ihm bisher egal...ebenso Presslufthämmer und all die anderen lärmenden Dinge, die unser kleiner Hovi in den letzten Monaten so gesehen hat.
Nichts desto trotz hatten wir dann doch etwas Bammel davor, wie wohl der 31.12. werden würde.
Glücklich schätzten wir uns, dass erst mit Einbruch der Dunkelheit in unserem kleinen Dorfkaff überhaupt zu schießen begonnen wurde und nicht, so wie zB in Wien, schon tagelang vorher.
Obwohl mit Einbruch der Dunkelheit die Knallerei angefangen hat, musste der kleine natürlich noch mal raus - seine Geschäfte erledigen versteht sich :)
Die Knallerei war ihm, trotz einer Entfernung von unter 150m vom Abschuss-Ort herzlich egal. Er fand vielmehr, dass diese ganzen Lichter eigentlich ganz lustig ausschauen und hat den Kopf anfänglich mehr im Himmel, als am Boden gehabt. Gegen Ende unserer kleinen Runde, merkte man aber schon, dass es nicht mehr ganz so toll war. Weniger der Lärm, der ja im Vergleich zur späteren Stunde wirklich noch harmlos war, als viel mehr der Geruch störte Astor ganz schlimm. Er - als Nasenhund - war ganz verstört darüber, dass er auf einmal nur mehr Schießpulver in die Nase bekommen hat, nicht aber grünes Gras (leider hatten wir ja in diesem Winter noch gar keinen Schnee) oder den Geruch von Herrli oder Frauli.
Um Astor den Silvesterabend etwas zu verschönern - und zugegebenerweise auch uns - haben wir auch Astors Hundefreunde und unsere Menschenfreunde eingeladen, sodass Astor gemeinsam mit Balu und Thaya den Abend verbringen durfte. In der Gruppe waren sie dann auch ganz brav abgelenkt von der bösen Knallerei und genossen den Abend bei allerlei Spielerein und Blödeleien. Vor lauter Aufregung, dass die Hundefreunde zu Gast waren, haben die Hunde auch einen guten Teil des vormitternächtlichen Krachens einfach verschlafen - gut geholfen hat da auch das gut gedämmte Passivhaus.
Gegen Mitternacht beschlossen wir dann mal zu schauen, wie die Tiere reagierten. Wir zogen unser Mäntel und Jacken an und begaben uns in den Garten. Zugegeben, so mancher Hundefreund mag das jetzt als Tierquälerei empfingen, doch so schlimm, vor allem so laut war es bei uns wirklich nicht. Wohnen wir doch noch auf einem unbebauten Feld, das zu unserer großen Verwunderung auch kaum von den angrenzenden Nachbarn zum schießen aufgesucht wurde. Lediglich einige vereinzelte Kracher gingen anfänglich in unserer Nähe hoch, doch das war für keinen der Wuffs wirklich schlimm...sind sie so etwas doch vom Militärübungsgelände gewohnt.
Leider wurde unsere anfängliche Euphorie, dass wir offenbar in einer nicht ganz so schießwütigen Nachbarschaft leben, sehr rasch getrübt.
Ein weiterer Nachbar (Entfernung von unserem Grundstück ca 17 m), der ebenfalls bei sich zu Hause in großer Gesellschaft feierte und auch bemerkte bzw sah, dass wir samt Hunden im Garten waren und auch wusste, dass wir samt Hunden feiern, begann ohne uns eine leicht mögliche mündliche Vorwarnung zu geben, so richtig aus dem Vollen zu schöpfen was Feuerwerks-Kracher anging - sehr zum Missfallen unserer menschlichen Trommelfelle - wie laut das für die Hunde gewesen sein muss, mag ich mir gar nicht vorstellen.
Bleibt nur zu hoffen, dass die Hunde jetzt keinen dauerhaften Silvesterschaden davon getragen haben - dass wir mit dem Nachbarn noch ein ernstes Wort reden werde, ist ja eh selbstverständlich! Immerhin sollte soviel nachbarschaftliche Rücksichtnahme auf einem Feld mit drei bebauten Grundstücken doch wohl möglich sein, dass man den mit Hund im Garten befindlichen Nachbarn kurz sagt, dass man jetzt dann seine Silvesterböller schießen wird und man daher die Hunde ins Haus bringen sollte - immerhin ist der Nachbar ja auch selbst mit Hunden groß geworden...
Wer Interesse an einigen Fotos hat, den darf ich auf unseren befreundeten Blog verweisen:
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